Kreditauskunft für Unternehmen
Freitag 3. Juni 2011 von Redaktion
Wenn man sich mit der Schufa beschäftigt, die Unternehmen gegen eine Gebühr Auskunft über die Kreditwürdigkeit potentieller Privatkunden gibt. Stellt man sich die Frage, ob es derartige Einrichtungen nicht auch für Firmen gibt. Denn schließlich kann es Gesellschaften dort genauso gut passieren, dass sie an einem Vertragspartner gelangen, der unter Umständen kurz vor der Insolvenz steht – und so etwas möchten eben auch Unternehmen unter allen Umständen verhindern. Daher gibt es eben auch für Firmen ähnlich zu dem Schufa Score Bonitätsindizes, die eine Aussage darüber geben sollen, wie es denn mit der Zahlungsmoral und Liquidität eines möglichen Neukunden aussieht.
Was beinhaltet der Bonitätsindex bei Firmen?
Prinzipiell sind die Indizes, die über Unternehmen erstellt werden, genauso wie bei der Schufa für Privatpersonen, kalkulierte Werte, die anhand verschieden zusammengetragener Informationen einen Aussage darüber geben sollen, wie das Unternehmen wirtschaftlich dasteht. Diese Information ist für einen möglichen Geschäftspartner unter Umständen sehr wichtig. Akzeptiert man eine Firma als Kunden, die z.B. aktuell sehr knapp bei Kasse ist und parallel mit gerichtlichen Streitigkeiten zu kämpfen hat, besteht das Risiko, dass diese Firma nach Inanspruchnahme einer Leistung plötzlich insolvent geht und somit nicht mehr in der Lage ist, die Leistung zu bezahlen. Gleichzeitig besteht aber genau wie bei der Schufa die Gefahr, dass aufgrund von nur “stichprobenhaften” Daten und statistischen Berechnungen, die teilweise nichts mit der eigentlichen Unternehmungs selbst zu tun haben, eine falsches Bild abgeliefert wird. Somit können aufgrund negativer Bonitätsauskünfte, sogar Aufträge platzen und die Firma so erst in einen Abwärtsstrudel befördern. Natürlich versuchen Anbeiter von solchen Bonitätsindizes für Firmen, wie die Creditreform, solche “Falschangaben” durch ständige Anpassungen ihrer Berechnungsformeln sowie einer ungebremsten Datensammelwut entgegenzuwirken. Denn umso mehr Bonitätsdetekteien über die Firma wissen, um so ein realistischeres Bild wird ihr Index abgeben.
Wie werden die Indizes kalkuliert
Jedes Unternehmen besitzt bereits Verträge oder Geschäftsbeziehungen mit anderen Firmen, welche möglicherweise bereits entsprechende “Erfahrungsdaten” an eine Bonitätsdetektei gesendet haben. Aufgrund dieser Mitteilungen, sowie der Branche in der die Firma tätig ist oder ihrem Unternehmenssitz, wird dann der Bonitätsindex nach einer ständig weiterentwickelten Formel berechnet. Sofern eine Anfrage eingeht und die entsprechende Firma aber nicht in der Datenbank der Detektei gelistet ist, kann es vorkommen, dass das Unternehmen ohne Umwege selbst kontaktiert und um entsprechende Daten samt Nachweisen gebeten wird. Denn eine fehlende Bonitätsauskunft von bekannten Detekteien, wie etwa der Creditreform, würde sonst ein eher unseriöses Bild liefern, dem wohl die allermeisten Firmen gerne auch gegen Eigenauskunft entgegenwirken möchten.
Firmeninhaber oder Geschäftsführer werden übrigens auch in der Schufa geführt. Diese haben es auch ohne negativen Schufaeintrag schon schwieriger als Angestellte, einen Kleinkredit zu erhalten, da sie nicht einfach ein festes Arbeitsverhältnis als Sicherheit vorweisen können, sondern mühselig nachweisen müssen, dass ihre Unternehmung wirtschaftlich erfolgreich läuft.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 3. Juni 2011 um 09:18 und abgelegt unter Kredit, Schufa. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.












